Pfingsten

Blühender Baum im Frühling

Der Ostersonntag, das Fest der Auferstehung, ist vorüber. Nun befinden wir uns in der 50-tägigen Osterzeit, die mit dem Pfingstsonntag endet (griechisch: pentecostē, „50. Tag“). Es ist zu wünschen, dass sich der Pfingstgeist in wenigen Wochen über möglichst viele Menschen ergießen möge.

Solange wir in einem unbewussten Glauben gefangen sind, ist die Welt einfach. Solange wir einen Glauben haben, der ohne unser bewusstes Zutun entstanden ist, ist alles einfach (oder schwer?). Wir gehen einen vorgegebenen Weg. Wir haben ein klares Ziel vor Augen und wahrscheinlich kaum Gründe, dieses anzuzweifeln.

Was ist, wenn wir nicht mehr an das glauben (können), was einst als unumstößliche Wahrheit erschien? Was ist, wenn wir voller Zweifel sind? Woran können wir uns orientieren, wenn der Glaube an das Selbstverständliche abhandengekommen ist?

Ostern gibt uns einen Hinweis: Die Auferstehung des Lebens. Diese Auferstehung können wir in uns nachvollziehen. Wenn der Pfingstgeist über uns kommt, dann sollen wir diese Botschaft in die Welt hinaustragen. Dann haben wir einen neuen Glauben: an das Leben in uns, an das ewige Leben.


Bild und Text © Michael Metzger, 2022. Alle Rechte vorbehalten.

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