Die Externsteine

Impressionen von Externsteinen & Bärenstein.

Externsteine – Horn-Bad Meinberg (NRW)

Bei den Externsteinen handelt es sich um eine rund 40 Meter hohe Felsformation im Teutoburger Wald. Sie stellen eines der bekanntesten Natur- und Kulturdenkmäler Deutschlands dar und befinden sich inmitten eines Naturschutzgebietes. Aufgrund der hohen Bekanntheit, wird der Ort von zahlreichen Besuchern frequentiert.

Ich nähere mich den Steinen aus Richtung Horn-Bad Meinberg im Kreis Lippe (NRW). Zunächst durchquere ich ein Waldstück und erreiche einen kleinen See – „Unterer Teich“ genannt.

Statt direkt in Richtung der Externsteine abzubiegen, gehe ich zunächst parallel zum See weiter durch den Wald. Hier sind kaum Fußgänger unterwegs. Die Atmosphäre ist sehr ruhig und kraftvoll. Nach diesem Abstecher durch den Wald, gelange ich unvermittelt zum Rand des „Oberer Teich“ genannten Gewässers am Fuß der Externsteine, wo sich bereits einige Besucher auf der Suche nach gelungenen Fotos tummeln. Hier stehe ich den Steinen das erste Mal frontal gegenüber, die sich in Sichtweite eindrucksvoll erheben.

Anstatt den See zu umrunden, um direkt zu den Steinen zu gelangen, biege ich nach rechts ab. Dort führt ein Waldweg bergauf zum Bärenstein. Der Name täuscht, da es sich nicht um einen Felsen, sondern um den Namen der Anhöhe handelt, die ich besteige. Die Atmosphäre ist mystisch. Der Weg führt durch ein Waldstück mit üppiger und farbenfroher Vegetation.

Auf der Rückseite führt der Weg abwärts. Ich folge ihm zu einem Wanderparkplatz. Dort biege ich wieder in den Wald ab, um mich auf einem an diesem Tag kaum begangenen Waldweg den Externsteinen aus südwestlicher Richtung zu nähern. Bevor ich die Steine aus der Nähe begutachte, erklimme ich jedoch zunächst eine Anhöhe hinter den Steinen. Hier erreiche ich einen Aussichtspunkt mit Blick auf die Umgebung der Externsteine.

Von dort entferne ich mich zunächst wieder von den Steinen. Der Weg führt durch dichten Wald. An mehreren Stellen, stoße ich auf imposante Felsen, die sich etwas abseits vom Weg im Wald befinden.

In diesem Bereich des Naturschutzgebietes treffe ich nur noch auf vereinzelte Spaziergänger. Allerdings scheint der oben gezeigte Felsen einigen Besuchern als eine Art Kultstätte zu dienen, wie das folgende Bild vermuten lässt. An einer weiteren Stelle sind verschiedene Gegenstände und beschriebene Zettel zu sehen, die wie auf einem Altar hinterlegt wurden.

Schließlich kehre ich in Richtung der Externsteine um. Der Weg führt nun wieder bergabwärts durch den Wald. Auch hier sind kaum Besucher unterwegs. Nach einigen Minuten sehe ich schließlich die Rückseite der Externsteine.

Bereits von hier sind wieder deutlich mehr Besucher zu erkennen. Direkt vor den Steinen befindet sich eine große Wiese, auf der einige Trommler sitzen, die indianisch anmutende Rhythmen erklingen lassen. Vor den Steinen selbst befindet sich ein kleines Häuschen. Hier wird der Zugang zu den Steinen kontrolliert, die über eine Leiter bestiegen werden können. Allerdings bietet die Plattform auf der Oberseite der Steine lediglich Platz für wenige Besucher. An diesem Tag ist ein Besuch nicht mehr möglich.

Ich entscheide mich, am Fuß der Steine auf einer Parkbank zu rasten und den mitgebrachten Proviant zu verzehren. Bei dieser Gelegenheit beobachte ich nicht nur die zahlreichen Besucher, die gemächlich an den Steinen vorbeischlendern, sondern lasse auch die Atmosphäre des Ortes auf mich wirken. Unverkennbar ist dieser Platz einem hohen touristischen Aufkommen ausgesetzt. In unmittelbarer Nähe der Steine herrscht sogar an diesem regnerischen und grauen Tag ein reges Treiben. Hier ein Gefühl der Stille und Einkehr zu finden, kann ich mir nur schwer vorstellen. Nichtsdestotrotz ist zu spüren, dass von den Steinen trotz des Besucherandrangs eine große Kraft ausgeht.

Schließlich betrachtete ich die Steine noch aus der Nähe. An einer Seite sind in den Fels gehauene, mittelalterliche Abbildungen zu erkennen. Auf der anderen Seite der Steine ist das Gelände abschüssig und von Büschen bewachsen, so dass hier nur wenige Besucher anzutreffen sind.

Anschließend unternehme ich noch einen Abstecher zum wenige Minuten entfernten Infozentrum. Dort erwerbe ich an einem Automaten als Souvenir eine Münze, auf der das Abbild der Externsteine eingeprägt ist.

Nachdem ich sowohl die Externsteine als auch das diese umgebende Gelände ausgiebig in Augenschein genommen habe, begebe ich mich auf den Rückweg in Richtung Horn-Bad Meinberg. Bereits in wenigen Metern Entfernung von den Steinen nimmt der Besucherstrom stark ab, so dass ich die letzten Minuten im Naturschutzgebiet durch den Wald gehe, ohne auf mehr als eine Hand voll Besucher zu treffen. Dabei lasse ich nochmals die Atmosphäre dieses besonderen Ortes auf mich wirken. Ich bin froh, dass ich mir die Zeit genommen habe, die eindrucksvolle Umgebung der Steine in Ruhe zu erkunden. So verlasse ich den Ort mit dem Gefühl, dass sich der Besuch gelohnt hat und nehme mir vor, in der Zukunft wiederzukehren.


Bilder und Text © Michael Metzger, 2021. Alle Rechte vorbehalten.

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